E Piano Test 2016 – Unsere Testergebnisse

Mit unserem E Piano Test möchten wir allen den Einstieg oder Umstieg erleichtern und helfen das richtige Digitalpiano zu finden. Wir haben uns dabei einige Modelle ausgiebig angeschaut und erweitern die Auswahl ständig.

Die Auflistung ist nach der Gesamtwertung sortiert. Es lohnt sich aber auch das Preis-/Leistungs-Verhältnis zu beachten, da in diesem Punkt Pianos mit geringerer Wertung durchaus besser abschneiden können. Mehr Informationen zu unserem Test finden sich weiter unten.

Alle hier getesteten Modelle finden sich übrigens auch in unserer praktischen Vergleichsübersicht (allerdings ohne zugehöriges Fazit).

Unter unserer Testübersicht finden sich noch Informationen und Tipps zu folgenden Themen:


Unser E Piano Test

Platz 1 – Yamaha YDP-142B Arius Digitalpiano

E Piano Test Yamaha YDP-142B Arius
Wertung:
92
Typ Home Piano
Tastatur 88 Tasten
Graded-Hammer Standard Tastatur (GHS)
Anschlag In drei Stufen einstellbare Anschlagsdynamik
Polyphonie 128
Aufnahme-Funktion Ja (2-Spur Rekorder)
Display Nein
Pedale 3 (fest verbaut)
Besonderheiten Sehr guter Flügelklang
Reverb und Dämpfer-Resonanz ("mitschwingende Saiten" bei gedrücktem Haltepedal)
Höherwertige Samples durch Pure CF Sound Engine

Fazit: Sehr gutes Digitalpiano für Anfänger und Fortgeschrittene. Das E Piano hat uns mit seiner guten Tastatur und dem sehr guten Klang überzeugt. Das macht es zu einem sehr guten Klavier-Ersatz. Es bietet hochwertigere Samples und sogar eine Aufnahme-Funktion.

→ Ausführlichen Yamaha YDP-142B Arius Testbericht lesen.

Platz 2 – Yamaha P-105B Digital Piano

Typ Stage Piano
Tastatur 88 Tasten
Graded-Hammer Standard Tastatur (GHS)
Anschlag In drei Stufen einstellbare Anschlagsdynamik
Polyphonie 128
Aufnahme-Funktion Ja (2-Spur Rekorder)
Display Nein
Pedale 1 (Fußschalter als Sustain-Pedal)
Besonderheiten Sehr guter Flügelklang
Reverb und Dämpfer-Resonanz ("mitschwingende Saiten" bei gedrücktem Haltepedal)
Höherwertige Samples durch Pure CF Sound Engine

Fazit: Sinnvolles Upgrade des Yamaha P-35B. Die Meisten der Mankos des P-35B wurden mit dem P-105B ausgemerzt. Es bietet gegenüber dem P-35B einen besseren Klang, einfachere Bedienung, eine Aufnahme-Funktion und einen Line-Out Anschluss – allerdings auch zu einem höheren Preis.

→ Ausführlichen Yamaha P-105B Testbericht lesen.

Platz 3 – Yamaha P-45B Digital Piano

Typ Stage Piano
Tastatur 88 Tasten
Graded-Hammer Standard Tastatur (GHS)
Anschlag In drei Stufen einstellbare Anschlagsdynamik
Polyphonie 64
Aufnahme-Funktion Nein
Display Nein
Pedale 1 (Fußschalter als Sustain-Pedal)
Besonderheiten Sehr guter Flügelklang
Verbesserter Klang gegenüber dem P-35B

** PREIS-/LEISTUNGS-SIEGER **

Fazit: Unser Preis-/Leistungs-Sieger! Dies ist das Nachfolger-Modell des P-35B und ist Mitte 2015 erschienen. Es wird zum selben Preis wie das P-35B angeboten aber bietet einige Neuerungen wie eine erhöhte Polyphonie, ein besserer Klang und einen USB-Anschluss.

→ Ausführlichen Yamaha P-45B Testbericht lesen.

Platz 4 – Yamaha P-35B Digital Piano

E Piano Test Yamaha P-35B
Wertung:
86
Typ Stage Piano
Tastatur 88 Tasten
Graded-Hammer Standard Tastatur (GHS)
Anschlag In drei Stufen einstellbare Anschlagsdynamik
Polyphonie 32
Aufnahme-Funktion Nein
Display Nein
Pedale 1 (Fußschalter als Sustain-Pedal)
Besonderheiten Sehr guter Flügelklang

Fazit: Unser ehemaliger Preis-/Leistungs-Sieger. Das Yamaha P-35B wurde Mitte 2015 von dem P-45B abgelöst und wird nun nicht mehr hergestellt. Es ist ein sehr gutes Digitalpiano für Einsteiger aber auch fortgeschrittene Pianisten, die nicht zuviel ausgeben möchten. Bietet eine sehr realistische Tastatur und eine einstellbare Anschlagsdynamik. Das Ganze wird vom P-45B noch einmal getoppt – zum selben Preis.

→ Ausführlichen Yamaha P-35B Testbericht lesen.

Platz 5 – Schubert Subi88P2 Home Piano

Typ Home Piano
Tastatur 88 ungewichtete Tasten
Anschlag In drei Stufen einstellbare Anschlagsdynamik
Polyphonie 48
Aufnahme-Funktion Nein
Display Ja
Pedale 2
Besonderheiten Viele Funktionen

Fazit: Das Schubert Subi88P2 konnte uns leider nur optisch und bei den zahlreichen Funktionen überzeugen. Die Tastatur hingegen bietet keine gewichteten Tasten und der Klang ist auch für diese Preisklasse sehr schlecht. Hier bietet die Konkurrenz für das gleiche Geld deutlich mehr!

→ Ausführlichen Schubert Subi88P2 Home Piano Test lesen.

Platz 6 – Yamaha NP-31 Stage Piano

Typ Stage Piano / Keyboard
Tastatur 76 Tasten
Graded-Soft-Touch-Tastatur (nicht gewichtet)
Anschlag In drei Stufen einstellbare Anschlagsdynamik
Polyphonie 32
Aufnahme-Funktion Nein
Display Ja
Pedale 0 (nicht im Lieferumfang – kann aber dazugekauft werden)
Besonderheiten Guter Flügelklang
Negativ: Keine Standard Klaviertasten-Größe

Fazit: Das Yamaha NP-31 eignet sich nicht als Klavierersatz, da essentielle Dinge fehlen. Die Tasten sind nicht gewichtet und außerdem nicht in Standard-Klaviergröße. Davon abgesehen bietet das E Piano aber einen schönen Klang.

→ Ausführlichen Yamaha NP-31 Testbericht lesen.


 

Was uns bei unserem E Piano Test wichtig ist

Bei dem Test der verschiedenen E Pianos (bzw. Digitalpianos) sind uns einige Dinge besonders wichtig, die wir dann auch mit in die Wertung mit einbeziehen.

Dazu gehört zum Beispiel das Anschlagsgefühl und in wie weit es sich ähnelt im Vergleich zu einem echten Klavier. In dem Zusammenhang ist es natürlich wichtig, ob die Tasten bei dem Digitalpiano ebenfalls beschwert sind (Graded Hammer). Außerdem ist natürlich die Anzahl der Tasten auch nicht unerheblich. Wenn weniger als 88 Tasten vorhanden sind, geht Ton- und Fassettenreichtum verloren.

Über den Anschlag hinaus ist uns außerdem die Dynamik wichtig. Wie gut lässt es sich leise oder eben laut spielen.

Der Hersteller ist bei der Wertung dagegen nicht ganz so entscheidend, außer er ist besonders bekannt für kurzlebige/langlebige Instrumente und Komponenten.

Als letzter Bewertungspunkt fällt auch das Preis-/Leistungs-Verhältnis ins Gewicht. Dies ist auch für Käufer oft sehr entscheidend, da jeder natürlich das Bestmögliche für sein Geld haben möchte.

Häufige Begriffe und Funktionen erklärt

begriffe und funktionenNicht nur bei unserem Digitalpiano Test trifft man auf viele Begriffe und Funktionen, mit denen man vielleicht auf Anhieb nichts anfangen kann. Auch beim Suchen im Internet oder in Shops wird man im Zusammenhang mit E Pianos immer wieder auf bestimmte Begrifflichkeiten stoßen.

Aus diesem Grund wollen wir im Folgenden einmal einige erklären.

Die Untergruppen

Die E Pianos / Digitalpianos lassen sich in der Regel in drei Untergruppen einteilen: Stage Pianos, Home Pianos und Ensemble Pianos.

Stage Pianos

yamaha p-35b als klassisches Stage Piano

Das Yamaha P-35B ist ein klassisches Stage Piano.

Stage Pianos sind eigentlich für Live-Musiker und/oder das Nutzen auf einer Bühne gedacht. Deshalb werden sie so konzipiert, dass sie robust sind und nicht zu schwer damit sie leicht transportiert werden können. Auf einer Bühne wird das Piano außerdem über einen externen Verstärker und externe Lautsprecher betrieben, weshalb die eingebauten Lautsprecher manchmal nicht allzu wichtig genommen werden. Obwohl sie für Bühnen gedacht sind werden sie wegen ihrer schlichten und meist schwarzen Optik auch sehr häufig im privaten Heimgebrauch genutzt und sind dort auch gut aufgehoben. Das liegt daran, dass sie, durch die kompakte Bauweise, meist günstiger sind (kein Holz o.ä. für einen Unterstand) – bei gleicher Qualität – und leicht transportiert werden können. Das Gewicht von Stage Pianos liegt zwischen 5 und 30kg (eher selten) – meist liegt es um die 10-12kg.

Home Pianos

e-piano yamaha ydp-142b arius

Das Yamaha YDP-142B Arius fällt in die Kategorie der Home Pianos und ist für den heimischen Gebrauch gedacht.

Home Pianos sind namensgebend für den Gebrauch im heimischen Bereich gedacht. Aus diesem Grund sind sie (teilweise) mit Holz oder sogar Echtholz verarbeitet und besitzen immer ein Gestell sowie Pedale. Meist ist das Gehäuse aus Faserplatten gefertigt, die mit Laminat oder Holzfurnier bedeckt und/oder mit Folie beklebt werden. Die Optik soll hierbei dem eines akustischen Klaviers möglichst ähnlich sehen, um eine wohnliche und gemütliche Atmosphäre zu erzeugen. Dabei gehen die Hersteller teilweise schon soweit, dass sogar Digitalpianos in Flügel-Optik hergestellt werden. Diese werden auch als Digitalflügel bezeichnet. Das Gewicht von Home Pianos liegt zwischen 25 und 80kg und es muss beim Transport meist zerlegt werden.

Ensemble Pianos

Die Ensemble Pianos unterscheiden sich weniger in der Bauart als vielmehr in dem Funktionsumfang und richten sich vor allem an Alleinunterhalter und Komponisten. Sie sind in Home- und Stage Piano Bauart verfügbar und bieten oft über hunderte verschiedene Klänge, Begleitrythmen, Begleitautomatik, Mehrspur-Sequenzer, Synthesizer-Funktionen, etc. Hierbei ist den meisten vor allem die Begleitautomatik von besonderer Wichtigkeit. Mit dieser ist es möglich Begleitrhytmen bzw. Begleit-Styles von typischen Begleitinstrumenten wie Schlagzeug, Bass, einer ganzen Band oder einem Orchester auszuwählen und sich von diesen begleiten zu lassen. Dabei wird während des Spielens mit der linken Hand die Akkordfolge für die Begleitung vorgegeben.

Weitere Begriffe

Polyphonie

e piano polyphonie

Polyphonie bezeichnet die Anzahl der Samples, die ein Digitalpiano gleichzeitig abspielen kann. Die günstigeren E Pianos verfügen meist nur über eine Polyphonie von 32. Besser ist eine Polyphonie zwischen 64 und 256. So sind auch bei getretenem Haltepedal, das für ein weiterklingen der Töne sorgt, schnelle Passagen möglich, die für viele gleichzeitig klingende Töne sorgen. Wenn die vollständige Polyphonie ausgereizt wird, führt das dazu, dass die zuerst gespielten Töne aufhören zu klingen, um das Abspielen der später angeschlagenen Töne zu ermöglichen.

Samples

Ein Sample bezeichnet eine Audio-Datei, die durch ein Sampling-Verfahren erstellt wurde. Dabei wird ein Ton von einem akustischen Instrument mit mehreren Mikrofonen aufgenommen und gespeichert.

Häufige Funktionen in unserem E Piano Test

Viele E Pianos bzw. Digitalpianos verfügen über viele verschiedene Funktionen. Im Folgenden sollen diese einmal näher erklärt werden.

Metronom

Ein Metronom kennen vermutlich die Meisten. Dabei wird mit Hilfe eines Geräuschs ein eingestelltes Tempo vorgegeben. Es dient also als Taktgeber. Bei Digitalpianos mit eingebautem Metronom kann auf die Nutzung eines externen Metronoms verzichtet werden. Die Einstellungen erstrecken sich dabei meist über Tempo, Takt und Geräusch und ist einfach zu bedienen.

Layer-Funktion / Dual-Funktion

Mit Hilfe der Dual-Funktion (auch Layer-Funktion genannt) lassen sich meist zwei (manchmal auch mehr) Stimmen übereinander legen. Dadurch entsteht mehr Abwechslung indem man z.B. Piano und Harfe übereinander legt und damit beide gleichzeitig benutzt. Wenn man eine Taste drückt ertönt also Piano und Harfe zur selben Zeit.

Split-Funktion

Mit der Split-Funktion lässt sich die Tastatur in der Mitte teilen um zwei verschiedene Stimmen parallel spielen zu können. Die linke Hälfte kann also beispielsweise mit einer Harfen-Stimme belegt werden, während die rechte Hälfte eine Klavier-Stimme erhält. Somit spielt die linke Hand eine begleitende Harfe während die rechte die Klavier-Melodie spielt.

Transpose-Funktion (Transponierung)

Mit der Transpose-Funktion können die Töne des Digitalpianos meist in Halbtonschritten nach unten oder nach oben verschoben werden. Dadurch kann ein Stück in eine andere Tonart geändert werden ohne das Stück anders spielen zu müssen. Diese Funktion wird meist genutzt, um mit anderen Musikern in der selben Tonart zu spielen.
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Aufnahme-Funktion (Recorder)

Mit Hilfe eines eingebauten Recorders ist es möglich gespielte Stücke aufzunehmen. Verfügt der Recorder über mehrere Spuren funktioniert er wie ein Sequenzer. Es kann also zuerst eine Spur eingespielt werden (z.B. die linke Hand), die anschließend abgespielt wird um die zweite Spur einzuspielen und aufzunehmen (z.B. die rechte Hand). Verfügt der Recorder über noch mehr Spuren können sogar ganze Ensembles eingespielt werden.

Diese Funktionalität kann man auch beispielsweise zum Üben nutzen, indem man zuerst die linke Hand einspielt, um dann mit der rechten Hand (mit Begleitung) zu Üben – oder umgekehrt.

Halbpedal-Funktion (half-pedaling)

Die Halbpedal-Funktion (im englischen half-pedaling genannt) simuliert das Verhalten eines akustischen Klaviers, wenn das rechte Pedal (Haltepedal) nur zur Hälfte gedrückt wird. Dabei werden die Dämpfer nämlich nicht komplett angehoben, sodass sie die Saiten noch leicht berühren. Dadurch können die Saiten nicht komplett frei schwingen, wodurch der Halte-Effekt etwas dezenter ist.

Einstellbare Anschlagsdynamik

Verfügt das E Piano über eine einstellbare Anschlagsdynamik kann über mehrere Stufen eingestellt werden, wie stark eine Taste angeschlagen werden muss, um eine bestimmte Lautstärke zu erreichen. Stellt man den Anschlag beispielsweise auf soft, muss mehr Kraft aufgewendet werden, um einen lauten Ton zu erzeugen. Dafür ist es aber möglich sehr leise zu spielen. Stellt man den Anschlag dagegen auf hard, reicht schon ein leichtes Betätigen der Taste für einen lauten Ton. Der Widerstand der Taste selbst wird dabei übrigens nicht verändert. Es wird lediglich eingestellt, wann ein lauterer Sample abgespielt werden soll.

Pure CF Sound Engine

Die Pure CF Sound Engine ist eine Technologie von Yamaha. Bei Pianos mit dieser Sound Engine wurden die Samples der einzelnen Töne in allen Lautstärken einzeln aufgenommen (von pianissimo bis fortissimo). Beim festen Anschlagen einer Taste am akustischen Klavier entsteht nämlich eine größere Vibration und ein kräftigeres Klangbild als beim Anschlagen mit weniger Kraft.

Bei Pianos ohne diese zusätzlichen Samples müssen die verschiedenen Lautstärken vom internen Computer umgerechnet werden. Dadurch klingen diese dann nicht so natürlich. Deshalb entsteht bei Pianos mit der PureCF Sound Engine ein natürlicherer Klang bei sehr leisen oder lauten Passagen.

Reverb und Dämpfer-Resonanz

Wenn bei einem akustischen Klavier eine Taste bei gedrücktem Haltepedal angeschlagen wird, schwingt nicht nur die Saite der gedrückten Taste, sondern auch die der Töne daneben etwas mit. Dadurch entsteht ein volles Klangbild. Bei E Pianos mit Reverb und Dämpfer-Resonanz wird genau dieses Verhalten simuliert, was zu einem schöneren Klang führt.

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